Unsere Geschichte

Im Jahr 1972 haben sich einige Gewichtheberathleten vom KSV Rastatt getrennt und gründeten einen selbständigen Gewichtheberverein: die Hebergemeinschaft Rastatt 1972 e.V. Mit dem eigenständigen Verein wollte man einen sportlichen  Aufschwung erreichen und nach besseren Räumlichkeiten für das Training suchen.

Zu Beginn wurde im Sandsteingewölbekeller im Gasthaus Storchennest trainiert, bis man im Jahre 1973 in die Turnhalle der Karlschule und 1975 in die Kellerräume der Realschule (ehemalige Carl-Diem Halle) durfte. Im Jahr 1974 konnte man mit Georg Bocskai den ersten deutschen Jugendmeister der HG Rastatt vorweisen. Heute ist Georg Bocskai ein erfolgreicher Jockey im Pferderennsport. Mit Fred Knörr als deutscher Seniorenmeister 1980 und Drittplatzierter bei der nationalen Meisterschaft 1984 konnte man die Erfolgsserie fortführen. Sein sportlicher Höhepunkt war das Jahr 1986 als er zum Sportler des Jahres der Stadt Rastatt ausgezeichnet wurde. Das Sportjahr 1986 erwies sich auch für die Mannschaft als erfolgreich: Mit 420 Kilopunkten kämpfte sich die HG Rastatt von der Bezirkliga zur Landesliga-Mitte bis zur Oberliga durch.

Mit den 80er Jahren begann für die Heber eine neue Zeitrechnung - die Fitnesswelle weitete sich immer weiter aus. Zudem ergaben Studien, dass das Training mit Kraftmaschinen leistungsfördernd für das Gewichtheben sei. Folglich entschied sich die Hebergemeinschaft für die Erweiterung des Trainingsangebotes durch Kraftmaschinen. Auch heute noch sind die Trainingsgeräte nicht mehr weg zu denken. Derzeit werden den Trainingsteilnehmern rund 30 Maschinen zur Verfügung gestellt. 

 

Im Jahr 1987 besuchte Rolf Milser die Hebergemeinschaft für einen Sichtungslehrgang. Milser wurde drei Jahre zuvor Olympiasieger in Los Angeles. Ein weiterer Höhepunkt war die Auszeichnung von Ernst Kölmel für seine Leistungen im Gewichtheben - dafür wurde ihm der Edgar-Mattes-Gedächnispokal überreicht. Mit dem Jahre 1988 begann die Erfolgsserie des damals 16-jährigen Michael Schmitt. Im Laufe seiner Karriere wurde er u.a. Landesmeister, dreifacher deutscher Jugendmeister, Sportler des Jahres und erster Rastatter-Athlet der deutschen Jugendnationalmannschaft im Gewichtheben. Im Jahre 1996 folgte Mike Kiss, der ebenfalls von Richard Schmitt trainiert wurde, in die Erfolgsserie. Sein größter Erfolg waren die Medallien bei den Europameisterschaften in Ungarn.

„Zur Heber-Raste“ hieß es zum ersten Male 1984 bei der 900 Jahrfeier. Auch heute noch wird das Banner stets beim traditionellen Hoffest vor dem Gewichtheberheim  gehisst.

 

Seit den 90er Jahren wurde das Gewichtheben auch für Frauen zunehmend interessanter. Bei der HG Rastatt konnten zwei Frauen besonders große Erfolge feiern: Sabrina Schereda wurde Vierte bei den Europameisterschaften in Italien und Susanne Hildenbrand wurde in Heinsheim gar Weltmeistern in der Altersklasse.

Die Trainings- und Wettmapfssituation in den Kellerräumen der Carl-Diem-Halle war keineswegs ideal. Nach jahrelangem Vertrösten konnten die Rastatter Gewichtheber jedoch im November 1997 ihre neue Trainings- und Wettkampfstätte an der Realschule beziehen.

Aus der Gründerzeit sind heute noch Ralf König, Bernhard Santo und der Kämpfer Richard Schmitt dabei. Mehr als 45 Jahre Gewichtheben ist nicht nur das Werk von den namentlich Erwähnten, sondern von allen Athleten, Vorständen, Abteilungsleitern, Mitgliedern und Fans der Hebergemeinschaft Rastatt.

 

 

Kraft heil!

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